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MB-Secure und Routineruf über IP
25-05-2018, 18:33
Beitrag: #1
MB-Secure und Routineruf über IP
Hallo,

mir ist nicht ganz klar, wie die MB Secure einen Routineruf abwickelt.

VdS schreibt ja eine Routinemeldung mindestens alle 25 h für den Erstweg UND den Zweitweg vor.

Wenn man nun bei einer Aufschaltung auf eine NSL via IP einen Routineruf mit IP-Ausfallerweiterung anlegt (die Anwahlfolge ist als "Ethernet ODER GPRS" angelegt), wird dann für Primär- und Ersatzweg jeweils ein eigener Routineruf gesendet oder nur für den derzeit aktuellen Übertragungsweg?

Leider wird bei der MB Secure kein Routineruf ins Ereignisprotokoll protokolliert, und es gibt kein DEBUG-Interface wie bei der MB Classic, wo man das nachprüfen könnte. Das Handbuch schweigt sich über solche Feinheiten auch aus.
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25-05-2018, 18:54
Beitrag: #2
RE: MB-Secure und Routineruf über IP
Wenn du mit Winfem Adv an das DS gehst, müsstest du die Servicefunktionen wie bei der Classic haben.

Ich hatte das Problem aber auch schon mit einer Classic im erweiterten Kompatiblitätsmodus. Mit "Eingeschaltet mit IP-Ausfallerweiterung" lief über GPRS keine Routine raus, wenn es nicht zu einem Ausfall gekommen ist. Da hab ich einfach den Routineeintrag Nr. 3 als normale 24h-Routine für GPRS angelegt. Nr. 3 deswegen, weil 1 und 2 ja bei der Ausfallerweiterung mit den jeweiligen stehenden Verbindungen verbunden sind.
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25-05-2018, 19:01
Beitrag: #3
RE: MB-Secure und Routineruf über IP
Kann denn die NSL differenzieren, über welchen Weg die Rufe angekommen sind? Meine NSL (immerhin eine nach DIN EN 50518 zertifizierte NSL) tut das nicht und kann das nach eigenen Angaben auch nicht.
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25-05-2018, 19:13
Beitrag: #4
RE: MB-Secure und Routineruf über IP
Also bei meiner NSL gibt es für IP und GPRS verschiedene TCP-Ports NSL-seitig. Sprich für die stehende Verbindung über Ethernet hab ich Port 51234 und für die bedarfsgesteuerte Verbindung über GPRS hab ich die 51235. Beide Ports stehen nur einer Aufschaltung zur Verfügung, sprich darüber sieht man schon, dass es meine Aufschaltung ist, aber gleichzeitig ist die Ident-Nr. über beide Wege identisch.

Ob eine NSL das kann oder nicht, hängt damit zusammen, was die als AES und als Alarmmanagementlösung einsetzen und wie die es konfiguriert haben.

Am Ende ist es Aufgabe der NSL, wenn es vertraglich geregelt ist, die Routinerufe zu überwachen, da ja auch eine EN 50136 die Wegeüberwachung fordert.
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25-05-2018, 20:29
Beitrag: #5
RE: MB-Secure und Routineruf über IP
Ich muss hier präzisieren: es wird auch bei meiner NSL über den Port zwischen Primär- und Ersatzweg unterschieden, allerdings kann laut einem Mitarbeiter die Leitstellensoftware nur auswerten, dass ein Routineruf angekommen ist - aber nicht je nach Weg unterschiedliche Maßnahmen einleiten. Als Einsatzleitsystem kommt das Produkt DLS4000 der Firma ATS zum Einsatz - was ja nicht ungebräuchlich ist.

Möglicherweise habe ich hier aber eine Falschinformation bekommen. Ich frage nochmals schriftlich bei der NSL an. Gut zu wissen, dass es eine Möglichkeit der Differenzierung geben muss und dies woanders üblich ist!

(25-05-2018 18:54)5624 schrieb:  Nr. 3 deswegen, weil 1 und 2 ja bei der Ausfallerweiterung mit den jeweiligen stehenden Verbindungen verbunden sind.

Das verstehe ich nicht ganz bzw. ist auch hier das Handbuch nicht klar. Hier habe ich als Anwahlfolge für Routine die AWF1 als "Ethernet ODER GPRS" angegeben. Für die IP Ausfallerweiterung wird ebenfalls diese AWF1 genutzt. Denn wenn Ethernet als Primärweg nicht zur Verfügung steht, schaltet er ohnehin auf GPRS um, also ist keine AWF2 mit dedizierten GPRS-Weg notwendig, oder habe ich einen Denkfehler?

(25-05-2018 18:54)5624 schrieb:  Da hab ich einfach den Routineeintrag Nr. 3 als normale 24h-Routine für GPRS angelegt.

Wie hast du denn die zeitliche Umsetzung genau gelöst? Nach VdS 2311 muss ja jeder Weg mindestens alle 25 h geprüft werden. D.h. legst du Primär- und Ersatzweg auf die selbe Uhrzeit (z.B. beide um 0:00 Uhr) mit jeweils 24 Stunden-Abstand oder hast du für beide Übertragungswege verschiedene Uhrzeiten hinterlegt (z.B. 12:00 Uhr für Ethernet, 0:00 Uhr für GPRS) mit jeweils 12- oder 24 Stunden-Abstand?
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25-05-2018, 22:10
Beitrag: #6
RE: MB-Secure und Routineruf über IP
Du hast vier mögliche Routinen und vier mögliche stehenden Verbindungen. Damit die IP-Ausfallerweiterung funktioniert, müssen Routine und stehende Verbindung die gleiche Nummer haben. Ich kenne es so, dass man zwei stehende Verbindungen als Redundanz anlegt, also 1 und 2 gehen zur gleichen AES/NSL, wobei nur eine davon aufgebaut wird. Funktioniert die Verbindung nicht mehr, übernimmt die andere stehende Verbindung. Funktionieren beide nicht, kommt die Ersatzroutine über die Ausfallerweiterung. Da du der ÜE mitteilst, dass Verbindung 2 redundant zur Verbindung 1 ist, reicht es, nur die 1. Routine anzulegen.

Ich lege immer drei AWF an, Ethernet und GPRS, nur Ethernet, nur GPRS. In der Routine legst du als erste AWF "nur Ethernet" an und in der Ausfallerweiterung nur GPRS. Es macht ja keinen Sinn, während eines Ausfalls im 25h-Zeitraum eine Routine zu schicken, die ja eh nach 10 Minuten über die Ausfallerweiterung kommt. Ebenso ist es sinnlos, wenn die Ausfallerweiterung aktiv ist, zu versuchen, die Routine über Ethernet los zu werden.
Und weil bei aktiver stehender Verbindung über Ethernet niemals der GPRS-Teilnehmer der AWF erreicht werden würde, könnte man darüber auch keine GPRS-Routine absetzen.

Daher lege ich auf Routine 3 (1 und 2 sind ja durch die stehenden Verbindungen kritisch zu betrachten) immer noch eine 24h Routine für "nur GPRS" an. Wenn man es nicht macht, geht die auch nicht raus und die NSL beschwert sich.

Eingeschaltet mit Alternierung GSM <=> PSTN würde dafür sorgen, dass im angegebenen Abstand mal Ethernet, mal GPRS für die Routine genutzt werden würde, aber hier hast du keine IP-Ausfallerweiterung. Hier müsstest du dann aber 12h einstellen, damit du beide Wege einmal in 25h nutzt.

Wie du die Routinen legst, ist egal, die müssen nur innerhalb von 25h einmal durchgelaufen sein. Es ist egal, ob die eine jetzt um 12:00 und die andere um 0:00 durchläuft oder eine um 15:00 und die andere um 15:01 oder eine um 17:00 und die andere um 02:00. Hauptsache sie läuft durch. Wobei ich bevorzuge hier eher geringere Zeitabstände. Mit der NSL sind 24h ausgemacht, aber ich nutze 23h und 50 Minuten für die Normalroutine und 9 Minuten für die Ersatzroutine. Wenn eine Meldung dann mal etwas länger braucht, geht es nicht direkt in die Intervention. Auf dem Hauptweg hab ich gar keine Routine, da die AES ja alle paar Sekunden die Verbindung abfragt.

Wichtig: die 2311 fordert in Klasse B und C die DP4 nach EN 50136. Hier musst du im Hauptweg zwingend mit einer stehenden Verbindung arbeiten, sonst kannst du die 90 Sekunden Meldungszeit nicht einhalten.
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26-05-2018, 22:56
Beitrag: #7
RE: MB-Secure und Routineruf über IP
(25-05-2018 22:10)5624 schrieb:  Ich lege immer drei AWF an, Ethernet und GPRS, nur Ethernet, nur GPRS. In der Routine legst du als erste AWF "nur Ethernet" an und in der Ausfallerweiterung nur GPRS. Es macht ja keinen Sinn, während eines Ausfalls im 25h-Zeitraum eine Routine zu schicken, die ja eh nach 10 Minuten über die Ausfallerweiterung kommt. Ebenso ist es sinnlos, wenn die Ausfallerweiterung aktiv ist, zu versuchen, die Routine über Ethernet los zu werden.
Und weil bei aktiver stehender Verbindung über Ethernet niemals der GPRS-Teilnehmer der AWF erreicht werden würde, könnte man darüber auch keine GPRS-Routine absetzen.

Ja, das macht Sinn. Ist auf jeden Fall sauberer umgesetzt als bei mir. Werde ich ändern.

(25-05-2018 22:10)5624 schrieb:  Wie du die Routinen legst, ist egal, die müssen nur innerhalb von 25h einmal durchgelaufen sein. Es ist egal, ob die eine jetzt um 12:00 und die andere um 0:00 durchläuft oder eine um 15:00 und die andere um 15:01 oder eine um 17:00 und die andere um 02:00. Hauptsache sie läuft durch. Wobei ich bevorzuge hier eher geringere Zeitabstände. Mit der NSL sind 24h ausgemacht, aber ich nutze 23h und 50 Minuten für die Normalroutine und 9 Minuten für die Ersatzroutine. Wenn eine Meldung dann mal etwas länger braucht, geht es nicht direkt in die Intervention. Auf dem Hauptweg hab ich gar keine Routine, da die AES ja alle paar Sekunden die Verbindung abfragt.

Ok.

(25-05-2018 22:10)5624 schrieb:  Du hast vier mögliche Routinen und vier mögliche stehenden Verbindungen.

Das sagt auch der BHE in seinem Empfehlungspapier "Sinnvolle Parametrierung von IP-Übertragungseinrichtungen":

Zitat:"Sowohl beim Erstweg (Primär) als auch beim Zweitweg (Sekundär) müssen alle Ziel-IP-Adressen (inkl. Alternativ-Ziel) hinterlegt und bei der Inbetriebnahme getestet werden."

Die stehenden IP-Verbindungen wären dann also wie folgt konfiguriert:
Stehende Verbindung 1: provider1.nsl.de, Port 1000 (=Port des Primärweges), Ethernet
Stehende Verbindung 2: provider1.nsl.de, Port 2000 (=Port des Ersatzweges), GPRS, Redundant zu IP-Verbindung 1
Stehende Verbindung 3: provider2.nsl.de, Port 1000 (=Port des Primärweges), Ethernet
Stehende Verbindung 4: provider2.nsl.de, Port 2000 (=Port des Ersatzweges), GPRS, Redundant zu IP-Verbindung 3

Würde das aber nicht bedeuten, dass die ÜE immer zwei stehende Verbindungen gleichzeitig (nämlich im Normalfall die 1 und 3) aufrecht erhält?
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27-05-2018, 21:33
Beitrag: #8
RE: MB-Secure und Routineruf über IP
Zur Erklärung:

Ziel ist die Ausführung als DP4 mit Primärweg (Ethernet) stehend und Ersatzweg (GPRS), welcher bei Ausfall des Primärweges stehend aufgebaut werden soll.
Bei ungestörtem Primärweg soll der Ersatzweg alle 5 h (bzw. 4 h) mittels Routinemeldung geprüft werden.
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27-05-2018, 22:42
Beitrag: #9
RE: MB-Secure und Routineruf über IP
Ich hab die DP4-Konfiguration mal eben in Winfem Advanced reingetippt. Ist glaube ich einfacher, als jetzt hier alles zu schreiben.

https://www.schwachstromblog.de/kram/Mus...DS7700.prg
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28-05-2018, 16:27
Beitrag: #10
RE: MB-Secure und Routineruf über IP
Wow, danke für die Konfiguration! Ich bin platt. So viel Hilfsbereitschaft hätte ich nicht erwartet. Deine Konfiguration macht es tatsächlich klarer.

Ich fasse deine Konfiguration mal wie folgt zusammen:

Rufnummer 1: GPRS IP bedarfsgesteuert verschlüsselt, provider1.nsl.de, Port 2000 (=Port des Ersatzweges)
Rufnummer 2: GPRS IP bedarfsgesteuert verschlüsselt, provider2.nsl.de, Port 2000 (=Port des Ersatzweges)
Stehende Verbindung 1: Ethernet stehend verschlüsselt, provider1.nsl.de, Port 1000 (=Port des Primärweges)
Stehende Verbindung 2: Ethernet stehend verschlüsselt, provider2.nsl.de, Port 1000 (=Port des Primärweges), Redundant zu IP-Verbindung 1

Anwahlfolge 1: Stehende Verbindung 1 ODER Stehende Verbindung 2 ODER Rufnummer 1 ODER Rufnummer 2
Anwahlfolge 2: Stehende Verbindung 1 ODER Stehende Verbindung 2
Anwahlfolge 3: Rufnummer 1 ODER Rufnummer 2

Meldungen: Anwahlfolge AWF 1

Routineruf 1: Anwahlfolge: AWF 2 (24 h), Anwahlfolge für IP-Ausfallerweiterung: AWF 3 (1 Minute)
Routineruf 3: Anwahlfolge: AWF 3 (4 h)

Bedeutet diese Konfiguration nicht, dass der Ersatzweg bedarfsgesteuert ausgeführt ist? Sprich, bei anstehenden Meldungen muss die Verbindung erst aufgebaut werden?

Gut, mit der minütlichen Routine sind die Kriterien für die geforderte 90s-Überwachung erfüllt, aber ist es bei Honeywell möglich, bei Ausfall des Primärwegs - und nur dann - eine stehende Verbindung über den Ersatzweg einzurichten, z.B. mit folgender Konfiguration? Oder nehme ich hier die Normanforderungen (VdS 2471-S1: "Die Kontrolle der jeweiligen Übertragungswege erfolgt durch den zyklischen Austausch von Datentelegrammen zwischen ÜZ und ÜE.") zu wörtlich?

Stehende Verbindung 1: provider1.nsl.de, Port 1000 (=Port des Primärweges), Ethernet
Stehende Verbindung 2: provider2.nsl.de, Port 2000 (=Port des Ersatzweges), GPRS, Redundant zu IP-Verbindung 1

Anwahlfolge 1: Stehende Verbindung 1 ODER Stehende Verbindung 2
Anwahlfolge 2: Stehende Verbindung 1
Anwahlfolge 3: Stehende Verbindung 2

Meldungen: Anwahlfolge AWF 1

Routineruf 1: Anwahlfolge: AWF 2, Anwahlfolge für IP-Ausfallerweiterung: AWF 3

Hier würde ich davon ausgehen, dass die IP-Verbindung 2 erst bei Ausfall der IP-Verbindung 1 stehend aufgebaut wird. Stimmt das?

Letzte Frage: Bei dir sind die Routinerufe Nr. 1 und 3 konfiguriert. Wieso lässt du den Routineruf Nr. 2 leer?
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28-05-2018, 17:11
Beitrag: #11
RE: MB-Secure und Routineruf über IP
Für das Heraufstufen der bedarfsgesteuerten Verbindungen zu einer stehenden Verbindung habe ich leider bei Honeywell nichts gefunden. Bin da aber eher der Telenöter, die können es aber auch nicht. Die Redundanz geht sowohl bei Honeywell als auch bei Telenot nur zwischen Stehend 1/Stehend 2 sowie Stehend3/Stehend 4. Eine Redundanz über alle vier Verbindungen klappt nicht.

Ja, die stehende Verbindung 2 ist so konfiguriert, dass die redundant zur stehenden Verbindung 1 ist. Die ÜE baut also nur eine von beiden Verbindungen auf und wechselt auf die andere, wenn der Verbindungsaufbau nicht erfolgreich war.

Zu den Routinerufen: Wie gesagt, wenn man mit der IP-Ausfallerweiterung arbeitet, ist die Routine 1 mit der stehenden Verbindung 1 verbunden, die Routine 2 mit der stehenden Verbindung 2, ...
Ich weiß nicht, ob es Wechselwirkungen gibt, da ja die stehende Verbindung 2 angelegt ist, daher nutz ich zur Sicherheit die Routine 3. Ist nur eine Vorsichtsmaßnahme.

Dein Vorschlag zur Redundanz könnte funktionieren, aber fehlt da so ein bisschen die Redundanz auf dem gleichen Weg. Mobilfunk ist ja auch nicht der zuverlässigste.

Bei einer einminütigen Routine gibt es ja einen zyklischen Austausch von Telegrammen, alle eine Minute eins und liegt damit unterhalb der geforderten Schwelle von 90 Sekunden. Früher war es mit dem VdS etwas klarer, da gab es die stehende Verbindung mit einem bedarfsgesteuerten Ersatzweg (B25 oder B5) und es gab eine Verringerung des Intervalls auf 10 Minuten, wenn die stehende Verbindung weg war.
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29-05-2018, 20:38
Beitrag: #12
RE: MB-Secure und Routineruf über IP
Mit meiner NSL hab ich eine, ich meine recht elegante, Lösung für DP4 gefunden:

Die NSL bietet dabei drei Ports an:
Port 1000 = Port für Primärweg
Port 2000 = Port für Ersatzweg
Port 3000 = Port für Routine

Die Rufnummernzuordnung sieht dann so aus:

Rufnummer 1: GPRS IP bedarfsgesteuert verschlüsselt, provider1.nsl.de, Port 3000 (=Port für Routine)
Rufnummer 2: GPRS IP bedarfsgesteuert verschlüsselt, provider2.nsl.de, Port 3000 (=Port für Routine)
Stehende Verbindung 1: Ethernet stehend verschlüsselt, provider1.nsl.de, Port 1000 (=Port für Primärweg)
Stehende Verbindung 2: GPRS stehend verschlüsselt, provider1.nsl.de, Port 2000 (=Port für Ersatzweg), Redundant zu IP-Verbindung 1
Stehende Verbindung 3: Ethernet stehend verschlüsselt, provider2.nsl.de, Port 1000 (=Port für Primärweg)
Stehende Verbindung 4: GPRS stehend verschlüsselt, provider2.nsl.de, Port 2000 (=Port für Ersatzweg), Redundant zu IP-Verbindung 3

Anwahlfolge 1: Stehende Verbindung 1 ODER Stehende Verbindung 3 ODER Stehende Verbindung 2 ODER Stehende Verbindung 4
Anwahlfolge 2: Rufnummer 1 ODER Rufnummer 2

Meldungen: Anwahlfolge AWF 1

Routineruf 1: Anwahlfolge: AWF 1 (24 h), keine IP-Ausfallerweiterung
Routineruf 2: Anwahlfolge: AWF 2 (4 h)

Hier sind sowohl der Primärweg als auch der Ersatzweg stehend angelegt, d.h. bei Ausfall des Primärweges - und nur dann - wird eine stehende Verbindung über den Ersatzweg hergestellt. Die Kontrolle des Ersatzweges erfolgt dann über das Polling. Daher ist auch keine IP-Ausfallerweiterung mit minütlichem Routineruf notwendig.
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20-07-2018, 20:06
Beitrag: #13
RE: MB-Secure und Routineruf über IP
Gestern wurde eine neue Firmware für die DS von Honeywell veröffentlicht, welche jetzt SP4- und DP4-Aufschaltungen vollständig unterstützt. Mehrere mögliche Realisierungen wurden im Anhang der WINFEM Advanced-Anleitung für die DS beschrieben.
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20-07-2018, 20:26
Beitrag: #14
RE: MB-Secure und Routineruf über IP
Klasse, danke für die Info!

Was sind denn die aktuellsten Versionen von WINFEM Advanced und IQ PanelControl? Sind in diesen Versionen die Änderungen schon enthalten?
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20-07-2018, 21:39
Beitrag: #15
RE: MB-Secure und Routineruf über IP
IQPC ist 7.06 aus Juni 2018, WFA ist 19.05. Laut Firmwarehinweis benötigt man bei WFA mindestens 18, in der Doku sieht ma was von 19.07.
Ob es geht oder ob noch ein aktuelleres WFA nachgereicht wird, kann ich nicht sagen. IQPC sollte es können, da die DS-Firmware bereits im April freigegeben wurde und IQPC wie gesagt seit Juni als Download angeboten wird.
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08-08-2018, 16:04
Beitrag: #16
RE: MB-Secure und Routineruf über IP
(29-05-2018 20:38)Jaguar schrieb:  Die NSL bietet dabei drei Ports an:
[bitte verlinktes Posting lesen]
Yep, bietet an ...mehr aber nicht. Mit Ausnahme der komfortablen Leitstellensoftware LISA kann keine andere LST-Software die verschiedenen IP-Adressen (Zugang DSL und/oder GPRS) bei gleicher ID differenzieren. Ausserdem wird (aus Kostengründen) in vielen NSLs ein Router mit DSL- UND LTE-Zugang (Parallelbetrieb) eingesetzt.

(29-05-2018 20:38)Jaguar schrieb:  Die Rufnummernzuordnung sieht dann so aus:
[bitte verlinktes Posting lesen]
Den Sinn dieses Aufwandes verstehe ich nicht. Wozu Routine? IP-Alarm1 = vSl-DSL und IP-Alarm2 (redundant zu 1) = vSl-GPRS.

Fällt IP-Alarm1 aus, wird automatisch die vSL über IP-Alarm2 aufgebaut. Ist IP-Alarm1 wieder ok, wird IP-Alarm2 wieder abgebaut. Fällt IP-Alarm1 und binnen (z.B.) zwei Minuten (Vorgabezeit des VS bzw. Kunden) wird keine vSL über IP-Alarm2 aufgebaut, sind seitens der NSZ die erforderlichen Objektsicherungsmaßnahmen einzuleiten.

Bei einer M2M-Karte mit 100MB-Datenvolumen (€ 3,45/Monat zzgl. MwSt.) sind knapp 10 Stunden/Monat vSl über IP-Alarm2 möglich.

Die korrekte Definition der AWF ist selbstverständlich zu parametrieren.
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08-08-2018, 23:37
Beitrag: #17
RE: MB-Secure und Routineruf über IP
Routine macht Sinn - und wird auch von VdS explizit gefordert, da der Übertragungsweg von S1 bis S4 komplett durchgespielt wird. Die SIM-Karte des Zweitwegs wird aus irgendeinem Grund gesperrt und steht somit bei Ausfall des Erstwegs nicht mehr zur Verfügung? Durch die fehlende Routine findet mans raus, daher auch die geforderte verkürzte Meldungszeit für den Zweitweg.
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09-08-2018, 09:19
Beitrag: #18
RE: MB-Secure und Routineruf über IP
(08-08-2018 23:37)Jaguar schrieb:  Routine macht Sinn - und wird auch von VdS explizit gefordert, da der Übertragungsweg von S1 bis S4 komplett durchgespielt wird.
Welchen Sinn macht die Routine?

Nebenbei: VdS erstellt lediglich "Richtlinien" und keine Vorschriften. "Richtlinien" und "Normen" stehen meist nicht im Einklang mit den aaRdT (was letztlich juristisch gilt) sondern hinken denselben oft hinterher (Siehe hierzu BGH-Urteil vom 14.5.1998 - Immobilien- & Baurecht 1998, S. 377).

(08-08-2018 23:37)Jaguar schrieb:  Die SIM-Karte des Zweitwegs wird aus irgendeinem Grund gesperrt und steht somit bei Ausfall des Erstwegs nicht mehr zur Verfügung? Durch die fehlende Routine findet mans raus, daher auch die geforderte verkürzte Meldungszeit für den Zweitweg.
Wenn die vSl nicht mehr existent ist braucht man nichts mehr herausfinden, sondern hat zu reagieren.

Wenn eine vSl exististent ist (DSL/GPRS), dann Bedarf es aus technischer Sicht (aaRdT) keiner Routine. Die NSL hat, wenn keine vSl (DSL/GPRS) gegeben ist, unverzüglich die abgesprochenen Kunden- bzw. SV-Maßnahmen einzuleiten.

Das "Warten" ob die M2M-Karte sich doch noch meldet (Dein Beispiel gesperrt) bzw. nach Ausfall der vSl binnen 10 Minuten keine Routine eingeht nimmt aus meiner Sicht zu viel "Verlustzeit" in Anspruch und ist daher nicht hinnehmbar. Die daraus resultierende Haftung "kann" in solchen Fällen von einem Gericht, wegen Umgehung der aaRdT sogar auf den Errichter übertragen werden. (Viel Spaß wenn es so kommt).

Anmerkung: Vor Gericht würde Deine Begründung bzw. Vorgehensweise nicht standhalten, da die VdS-Richtlinien bzw. DI-Normen zwar einen Leitfaden für Gerichte darstellen, jedoch ausschließlich die aaRdT die Entscheidungsgrundlage (siehe BHG-Urteil) für Gerichtsurteile darstellen müssen.
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